o.T. (Subjekt) – Gastvortrag 1

Für das 12. Kolloquium in Loccum konnten wir Karin Schneider und Anja Michaelsen als Gastreferentinnen gewinnen. Wir freuen uns bereits sehr auf ihre Inputs und die gemeinsamen Diskussionen. An dieser Stelle ein erster Vorgeschmack zum ersten der zwei Beiträge:

Rachel Dolezal und die Performativität von ‚Rasse’

Anja Michaelsen

Rachel Dolezal ist eine 37-jährige US-Amerikanerin, die sich nach Aussage ihrer weißen Eltern in den letzten Jahre als Schwarz ausgegeben hat und als solches Vorsitzende einer Ortsgruppe der National Association for the Advancement of Colored People, der NAACP war, einer der ältesten afro-samerikanischen Bürgerrechtsorganisationen. Die Geschichte hat unendlich viele Facetten und lässt sehr widersprüchliche Deutungen zu, einschließlich der Erfindung von transracial als einer neuen Identitätskategorie, die sich analog zu transgender verhalte, oder der Feststellung, dass nur eine weiße Person so viel Aufsehen damit erregen kann, schwarz zu sein (Broderick Greer, twitter).

Die öffentliche Diskussion um Dolezals Race-Performance zeigt insbesondere die immmense affektive Aufladung von ‚Rasse’. Sie fordert dazu auf darüber nachzudenken, was es gegenwärtig in den USA aber auch an anderen Orten des politischen Nordens bedeutet, ein rassifiziertes Subjekt zu sein.

In meinem Input formuliere ich einige Überlegungen zu den Widersprüchen, die der ‚Fall’ Dolezal offenbart, inbesondere in Bezug auf aktuelle Formen der Performativität und Materialität von ‚Rasse’, sowie auf das Verhältnis rassifizierter Subjektivierung und Affizierung.

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